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Coopetition

Zusammen den Erfolg finden

| Autor: Simone Käfer

Fügen mehrere ihr Know-how zusammen, können innovative Ideen entstehen.
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Fügen mehrere ihr Know-how zusammen, können innovative Ideen entstehen. (Bild: © kraphix - Fotolia.com)

Erst kam die Globalisierung, dann Industrie 4.0. Wie soll ein Mittelständler da noch mithalten können? Zurzeit heißt die Lösung Kooperation. Wir haben für Sie zusammengetragen, welche Vorteile sie bietet, aber auch, wo die Risiken liegen – und wie man diese möglichst klein hält.

Sie sind größer, haben mehr Kapital, mehr Möglichkeiten und inzwischen sogar Qualität. Aber weniger Know-how – noch. „Ade, Know-how ...“ ist der erste Kommentar bei Xing unter der Meldung, dass der chinesische Konzern Midea nun Kuka kaufen dürfe. „Allerdings! Der Ausverkauf Deutschlands einziger ,Ressource' (Know-how) ist in vollem Gange“, ist der zweite. Denn das ist – noch – der Vorsprung des deutschen Maschinenbaus: Erfahrung und Wissen. Um das zu erhalten und zu entwickeln, schließen sich viele in Kooperationen zusammen.

Dass Unternehmen zusammenarbeiten ist keine neue Idee. Die meisten arbeiten mit OEMs, Systemlieferanten oder Herstellern anderer Produkte zusammen, welche die eigenen ergänzen. Eine andere Form der Zusammenarbeit, mit der einige kleinere Unternehmen anscheinend erfolgreich sind, ist das stille Zuarbeiten: Sie verkaufen ihre Produkte an den großen Konkurrenten, mit dessen Namen darauf. Doch gibt es auch immer mehr Coopetition-Verbindungen. Einer Coopetition, der Kooperation (Cooperation) von Wettbewerbern (Competitors), also der Zusammenarbeit von Konkurrenten, begegnet man häufig in Verbänden, Vereinen, Allianzen. Aber warum sollte man überhaupt eine Zusammenarbeit mit dem Rivalen eingehen?

Zum einen existiert diese spezielle Form der Kooperation unter Unternehmen, die Automobilisten beliefern. In dieser Branche ist es üblich, dass ein und dieselbe Komponente, ein Sensor beispielsweise, von mehreren Herstellern bezogen wird. Denn sollte ein Hersteller mal nicht liefern können, stehen in der Regel zwei andere parat. Das ist nun aber eine erzwungene Situation.

Warum Phoenix Contact freiwillig mit seinen Wettbewerbern eine Zusammenarbeit eingeht, erklärt Anja Moldehn, Senior Projectmanager Industrie 4.0 des Unternehmens: „Industrie 4.0 stellt unsere Marktbegleiter vor die gleichen Herausforderungen wie uns. Um in Zukunft weiterhin erfolgreich zu sein, erarbeiten wir daher offene Standards und Leitlinien gemeinsam mit Marktbegleitern sowie branchenübergreifend.” Sie führt den Spitzencluster it's OWL an, in dem Phoenix Contact besonders eng mit Beckhoff, Harting, Wago und Weidmüller zusammenarbeitet. Diese Unternehmen halten einen Weltmarktanteil von 75 % in der elektronischen Verbindungstechnik.

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