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Predictive Maintenance

Wartung 4.0 senkt Kosten

| Autor: Stefanie Michel, Reinhold Schäfer

Webbasierte Fernwartung: schneller Service für hohe Anlagenproduktivität

Doch mit vorausschauender Wartung alleine ist es nicht getan. Muss eine Maschine gewartet werden, ist es nämlich oft erforderlich, dass Personal des Herstellers kommt, um die Wartung durchzuführen. Sind dann erst weite Reisen notwendig, kann es trotz geplanter, vorbeugender Wartung zu Verzögerungen aufgrund von Verspätungen kommen. Doch dafür hat man bei Weidmüller eine Lösung: Mit dem webbasierten Fernwartungssystem U-link lassen sich laut Michael Matthesius, Global Industry Manager Maschinenbau bei der Weidmüller Gruppe, Maschinen effizient und sicher überwachen. Die Lösung vereinfache die Fernwartung und erhöhe die Anlagenproduktivität durch einen beschleunigten Service. Dem sicheren Remote-Zugang diene ein Webportal mit integriertem VPN-Rendezvous-Server in Deutschland, ein Router mit integrierter SPI-Firewall (stateful inspection), die Authentifizierung durch x.509-basierte Zertifikate (OpenVPN mit SSL-Verschlüsselung) und die manuelle Zugriffsfreigabe an der Maschine. Matthesius nennt einen weiteren Vorteil: „Die Fernwartungslösung U-link ist nicht limitiert. Sie lässt sich optimal an die Bedürfnisse eines sich ständig wandelnden und wachsenden Unternehmens anpassen.“

Wie diese Beispiele zeigen, sind die Voraussetzungen geschaffen, um eine Fertigung im Sinne von Industrie 4.0 aufzubauen. Die erforderlichen Ausrüstungen werden bereits angeboten und stehen für den Einsatz einer vorausschauenden Wartung bereit.

Digitale Daten sinnvoll nutzen und dabei den Datenschutz berücksichtigen

All dies zeigt, dass schon heute vieles möglich ist – wenn die digitalen Daten sinnvoll genutzt werden. Für Komponentenhersteller bieten sich neue Geschäftsmodelle an: entweder selbst als Cloud-Anbieter zu agieren oder Auswertesoftware in einer bestehenden Cloud-Plattform anzubieten. Der Anlagenbetreiber kann zum einen zwar Zeit und Kosten einsparen, zum anderen muss er sich aber in beiden genannten Fällen mit dem Datenschutz und der Datensicherheit auseinandersetzen.

Eigentum an Daten muss im Vorfeld geklärt werden

Nach deutschem Recht gibt es kein Eigentum an Daten – und diese sind begehrt. So können beispielsweise Wälzlagerhersteller die Informationen sowohl für ihre eigene Produktentwicklung nutzen, um ihre Lager entsprechend zu optimieren, als auch Erkenntnisse aus realen Anwendungen hinsichtlich Belastung und Reibwerte abfragen. Außerdem lassen sich branchenspezifische Anforderungen anhand der Korrelation mehrerer Daten identifizieren, die heute in dieser Weise noch nicht vorhanden sind.

Bisher sind sich die Hersteller einig, dass die Daten dem Anwender gehören und sie nur darauf zugreifen dürfen, wenn eine Erlaubnis vorliegt. Dennoch sollte der Anlagenbetreiber im Vorfeld mit allen Beteiligten die Rechte an den Daten definieren und klären. MM

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