Unsere
Standortbestimmung
für Ihre Zukunft

Predictive Maintenance

Wartung 4.0 senkt Kosten

| Autor: Stefanie Michel, Reinhold Schäfer

Mit schlauer Instandhaltung auf dem Weg zu Industrie 4.0

Mit Produkten und Lösungen, die vom Sensor in die Cloud führen, zeigt der Automobilzulieferer Schaeffler, wie die Zustandsüberwachung mit Datensicherung und -verarbeitung in Zukunft aussieht, wie Kunden von den Schaeffler-Online-Services zur Fernüberwachung von Maschinen und Anlagen profitieren und wie Wartungsintervalle erstmals belastungsabhängig bestimmt werden können. Der Technologiedemonstrator Antriebsstrang 4.0, den das Unternehmen in diesem Jahr auf der Hannover Messe präsentierte, stehe beispielhaft für vorausschauende Instandhaltung bei industriellen Antrieben. An diesem Exponat will Schaeffler unter anderem die automatisierte Wälzlagerdiagnose konkret erfahrbar machen.

„Mit unseren Technologieträgern und Softwareprodukten wie Bearinx demonstrieren wir das Potenzial digitalisierter Produkte, das wir auf zahlreiche Branchen übertragen, wie etwa Werkzeugmaschine, Windkraft oder Bahn“, so Dr. Stefan Spindler, Vorstand der Sparte Industrie der Schaeffler AG. Er ist sicher: „Schaeffler hat die besten Voraussetzungen, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und den klassischen Maschinenbau zur vernetzten Industrie 4.0 weiterzuentwickeln.“

Der Technologiedemonstrator „Antriebsstrang 4.0“ besteht aus Motor, Kupplung und Getriebe und soll stellvertretend für verschiedenste Antriebe in allen Leistungsklassen und Anwendungen stehen. In den Antrieb integriert seien zahlreiche Sensoren, Messgeräte und Aktoren, die ihre Messwerte an die Cloud-basierte Softwareplattform übermitteln beziehungsweise auf Basis der Datenanalyse entsprechend angesteuert werden. Ein Beispiel ist die Berechnung der Restlaufzeit von Wälzlagern im Betrieb – und somit auf Basis realer Belastungen. Mit dieser Marktneuheit biete Schaeffler den Betreibern von Maschinen eine vorausschauende Instandhaltungslösung, die sehr weit in die Zukunft reiche, ohne dass bereits eine Unregelmäßigkeit an den Antrieben aufgetaucht und detektiert worden sein müsse.

Integriertes Messsystem ermöglicht vorbeugende Wartung

Speziell für Windkraftanlagen hat der Wälzlagerhersteller SKF ein Cloud-basiertes Instandhaltungs-Supportsystem entwickelt. Es dient sowohl zur Datenerfassung als auch zur -analyse, denn das System ist an Sensoren angeschlossen, die Temperatur-, Luftfeuchtigkeits- und Schwingungswerte oder auch andere Betriebsparameter erfassen. Die so gewonnenen Daten können zudem mit Fotos und Videoclips angereichert und in die Cloud hochgeladen werden. Damit erhalten die Betreiber per App aussagekräftige Informationen über den Zustand ihrer Windenergieanlage. Es ist auch möglich, sofortige Warnhinweise oder konkrete Tipps zum Ergreifen von Gegenmaßnahmen auszugeben, falls sich manche Messwerte außerhalb von definierten Toleranzen bewegen sollten.

Besonders häufig kommt es natürlich bei bewegten Vorgängen zu erhöhtem Verschleiß und damit zu Wartungsfällen. Damit dies rechtzeitig erkannt wird, bietet Bosch Rexroth zum Beispiel ein in einer Linearführung integriertes Messsystem an. Es ist durch die Integration zusätzlicher Temperatur- und Bewegungssensoren bereits auf zukünftige Anforderungen von Industrie 4.0 vorbereitet. Die zusätzlichen Sensoren ermöglichen Maschinenkonstrukteuren beispielsweise das Auslesen der Temperaturlast und der tatsächlichen Dynamik. Die Sensordaten bilden auch die Basis für zukünftige Konzepte zur vorausschauenden Wartung. Der Anwender kann damit Betriebszustände online erfassen und auswerten. Messen die Beschleunigungssensoren Veränderungen wie zunehmende Vibrationen, dann deutet das auf Verschleiß oder andere Probleme hin. Die Instandhaltung kann dann geplant eingreifen, bevor es zu einem Maschinenstillstand kommt.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44130389 / Vernetzte Welten)