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Die Früchte von Vernetzung und Digitalisierung

| Autor / Redakteur: Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer und Dr. Miriam Leis / Frank Jablonski

Das Zeitalter der Digitalisierung und Vernetzung
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Das Zeitalter der Digitalisierung und Vernetzung (Bild: Fraunhofer-Gesellschaft)

In den vergangenen zwei Jahren wurden mehr Daten erzeugt als in der gesamten Menschheitsgeschichte zuvor. Prognosen schreiben von fast 21 Milliarden vernetzten Gegenständen im Jahr 2020. Der Verband der Internetwirtschaft rechnet, dass dann mehr als 40 Zetabytes an Daten pro Monat erzeugt werden. Um diese zu speichern, bräuchte man 40 Billionen CDs. Die große Herausforderung liegt jetzt darin, den Wert aus den Daten zu extrahieren und Verfahren für sinnvolle Analysen zu entwickeln.

Getrieben durch die Verbreitung des Internetzugangs, zunehmende Rechengeschwindigkeit und Miniaturisierung, die Kostensenkungen von Computer- und Speichertechnologien sowie Fortschritten in der künstlichen Intelligenz, sind Digitalisierung und Daten zum Kern von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft geworden. Manche sprechen vom neuen Gold: Daten als Treiber für Wirtschaft und Innovation.

Der Mehrwert von zukünftigen Produkten bemisst sich in Zukunft darin, wie gut sie in der Lage sind, Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und auszutauschen. Die Digitalisierung ermöglicht neue Geschäftsmodelle wie individualisierbare Produkte und Dienste für sehr große Kundenzahlen, energieeffiziente und ressourcenschonende Herstellungsverfahren, intelligente Mobilität und eine stetige Optimierung der Produktion durch lern- und anpassungsfähige Maschinen.

Wer den Zugang zu Daten und IT-Kompetenzen hat und es versteht, diese strategisch zu nutzen, wird einen Wettbewerbsvorteil haben. Wer dies auf der anderen Seite aber nicht schafft, könnte am Ende als bloßer Zulieferer von Rohstoffen, Behältern und Mechanik für den „digitalen und intelligenten Kern“ enden. Der exponentielle Charakter der Informations- und Kommunikationstechnik-Technologien überträgt sich auch auf andere Bereiche, wie zum Beispiel die Wissenschaft, Finanzmärkte und Medizin, mit der Folge schnellerer Entwicklungen und verkürzter Innovationszyklen.

Deutschland glänzt beim Export von Hightech-Gütern

Laut dem jährlich erscheinenden, international vergleichenden Innovationsindikator von acatech, BDI, ZEW und dem Fraunhofer ISI konnte sich Deutschland 2015 im internationalen Wettbewerb auf Platz 4 behaupten. Aber es ist sehr eng im Spitzenfeld geworden. Insbesondere glänzt Deutschland beim Export von Hightech-Gütern und forschungsintensiven Waren. Auch bei den sogenannten Hidden Champions, also unbekannten Weltmarktführern, liegt Deutschland mit einem globalen Anteil von fast 50 Prozent der Firmen vorne. Dennoch: Wir dürfen uns nicht ausruhen und müssen Stärken, Chancen und Herausforderungen angehen.

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